Leitaktion 1 – Lehrerfortbildung

Erasmus+ in Reykjavik, Island
Der Kurs
Die Erasmusfortbildung stand unter der Überschrift: “How to write and manage a successful accreditation: ERASMUS+ project management & educational visits” und gab einen Überblick über die verschiedenen Bewerbungsverfahren für zukünftige europäische Erasmusprojekte. Die TeilnehmerInnen kamen aus ganz Europa, wobei eine Kollegin sogar von der französischen Insel „La Reunion“ im Indischen Ozean anreiste. Über eine Woche lernten die TeilnehmerInnen die aktuellen Bewerbungsformulare kennen, die Möglichkeiten der einzelnen Aktivitäten (Austausch von Schülerinnen und Schülern, Austausch von Lehrerinnen und Lehren, Fortbildungen bis hin zu Langzeitaufenthalten im Ausland) wurden besprochen und die Finanzierung der Aktivitäten erklärt. Zudem wurden wertvolle Tipps und Hinweise zu den einzelnen Themen vermittelt.
Des Weiteren standen während des Kurses auch immer das Miteinander und der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen europäischen Ländern im Vordergrund. So lernte man Schulen, Schulsysteme und Projekte aus ganz Europa kennen und konnte mit neuen Ideen und frisch geschlossenen Freundschaften nach Hause fahren.

Die Schulen

Neben dem Networking innerhalb der Gruppe wurden auch zwei Schulen in Island besucht. Zum einen erhielten wir Einblicke in die Grundschule Selásskóli, wo uns Schulleiterin Rósa Harðardóttir sehr gastfreundlich empfing. In Island wird Englisch ab der 1. Klasse unterrichtet und ist in der Bevölkerung weit verbreitet. So können auch hier schon Schülerinnen und Schüler der Grundschule an internationalen Projekten mit anderen Schulen teilnehmen.

1 Selásskóli – GRundschule im Außenbereich von Reykjavik.

Auch bei unserem zweiten Besuch der Laugalækjarskóli, einer weiterführenden Schule im Zentrum von Reykjavik, wurden wir sehr nett von Schulleiter Jón Páll Haraldsson empfangen. Trotz Elternsprechtag führten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte (z.B. Theater-AG, etc.) weiter. Beide besuchten Schulen konnten sehr frei über ihr Arbeiten entscheiden und es herrschte überall eine sehr angenehme und offene Atmosphäre.


2 Theatergruppe der Laugalækjarskóli mit einem selbsterstellten Theaterstück.

Das Land
Auch ohne Fortbildung ist Island einen Besuch wert. Die atemberaubende Landschaft sucht in Europa ihresgleichen. Hier trifft Eis auf Wasser und die Wärme der Vulkane, was auch die Farben blau, weiß und rot der isländischen Fahne symbolisieren. Das muss man einfach mal gesehen haben.

 


 

Europass Teacher Academy of Creativity in Barcelona
Im Mai 2022 nahm Frau Anna Spengel an der Europass Teacher Academy of Creativity in Barcelona an der Erasmus Fortbildung „Social Media in the Classroom“ teil.

Das Ziel der Fortbildung war es, die Chancen und Risiken der sozialen Medien im Unterricht abzuwägen, um diese gewinnbringend im Unterricht einsetzen zu können. Dabei stand zunächst das Kennenlernen verschiedener Plattformen, wie TikTok, YouTube und Instagramm auf der Tagesordnung, aber auch die Erstellung von Padlets und die Nutzung von Pinterest. Neben der Nutzung einiger Apps zur Vermittlung von Wissen, sind auch Apps und Plattformen vorgestellt worden, die der Abfrage von Wissen dienen, wie beispielsweise Kahoot. Die TeilnehmerInnen der Fortbildung kamen aus vier verschiedenen Ländern, so dass auch ein interkultureller Austausch stattgefunden hat.


 

Using ICT – Erasmusfortbildung Valencia
Im Dezember 2021 nahm Herr Dietsch am Erasmuskurs „Use ICT to integrate migrant students in your classroom“ in Valencia teil.

Anhand praktischer Anwendungsbeispiele und der Arbeit mit Webseiten und Apps, lernte die Gruppe Möglichkeiten der Umsetzung von Konzepten wie „flipped classroom“, „project-based learning“, „remote teaching“, „collaborative learning“ und „student-centered learning“ kennen. Die europass teacher academy vermittelte auf spannende und unterhaltsame Weise, wie Digitalisierung dem Unterrichtsgeschehen in einem multikulturellen Klassenzimmer erleichtern und bereichern kann. Zusätzlich ermöglichte die Fortbildung auch den Austausch mit KollegenInnen aus unterschiedlichen Ländern. Auf diese Weise konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Schulsysteme und der Kulturen festgestellt werden.


 

„Fit for Future? Flankierende Maßnahmen für die Schüler- und Lehrerschaft einer auslaufenden Schule“
Erasmus+ Projekt/Leitaktion 1/2018 – 2020

Im Herbst 2017 wurde wahr, was die Schulgemeinde abzuwenden versucht hatte: Die Stadt Geldern gab bekannt, dass im Sommer 2023 die Sekundarschule Niederrhein – 9 Jahre nach ihrer Neugründung – zugunsten der zwischenzeitlich neu gegründeten Gesamtschule geschlossen wird.
Dieser überraschende Beschluss stellt das Kollegium vor zahllose neue Aufgaben. Um den Prozess durch neue Impulse und Motivationsschübe zu begleiten und zu stützen, beantragte die Sekundarschule Niederrhein Mittel aus dem Fördertopf der Europäischen Union. Im Rahmen der Leitaktion 1 hat unsere Schule nun die Möglichkeit, Lehrkräfte zu Fortbildungskursen in Europa zu entsenden.

Die von uns beantragten Fortbildungen sollen ihren Beitrag dazu leisten, dass
1) es uns gelingt, unsere Schüler und Schülerinnen zu befähigen, sich mit dem Abschluss einer gescheiterten Schulform auf dem Arbeitsmarkt oder in weiterführenden Schulen behaupten zu können,
2) es Lehrkräften ermöglicht wird, sich für ihre letzten Jahre an der Sekundarschule genauso wie für ihre professionelle Weiterentwicklung an Schulformen der Sekundarstufen I und II zu qualifizieren und ihr persönliches Kompetenzportfolio auszubauen,
3) Lehrkräfte befähigt werden, den europäischen Gedanken, dem sich die Sekundarschule Niederrhein im hohen Maße verpflichtet fühlt, und das Wissen um die europäische Zusammenarbeit im Rahmen von Erasmus weiterzutragen und im Idealfall an neuer Wirkungsstätte neu zu etablieren.

Zehn Kolleginnen und Kollegen kommen während der zweijährigen Projektlaufzeit in den Genuss, sich in einem europäischen Mitgliedsland fortbilden zu lassen. Um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu stören, erklärten sich die Lehrkräfte bereit, vorzugsweise an Fortbildungen, die während der Ferien angeboten werden, teilzunehmen. Mit Ende der Sommenferien im August 2019 haben sich bereits sechs Lehrpersonen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten in Österreich, Italien und Malta fortgebildet. Von deren neuen Erfahrungen und Impulsen profitieren nicht nur die Kollegen selber auf persönlicher und professioneller Ebene, sondern auch auch die Schule und die Schülerschaft.


 

Zu Gast in Graz
Zwei Lehrkräfte unserer Schule nahmen im Februar dieses Jahres im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ an einem Mobilitätsprojekt teil. Zielland war Österreich, besucht wurde Graz, als Hauptstadt des südösterreichischen Bundeslandes Steiermark. Dort wurden insgesamt elf Teilnehmerinnen aus vier verschiedenen Ländern (Belgien, Deutschland, Finnland, Polen) gemeinsam durch eine österreichische Trainerin zum Themenbereich „Soziales Lernen“ für den Unterricht fortgebildet. Alle elf Lehrerinnen aus Grundschulen und weiterführenden Schulen bekamen in insgesamt sechs Einheiten Einblicke in die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte des Seminars: „soziale und multiple Intelligenzen Lernender“, „Gruppendynamik“, „erfolgreich Ziele erreichen“, „gewaltfreie Kommunikation“, „Kreativitätstechniken und Improvisationstheater“. Daneben wurde Raum geschaffen, um sich international und interkulturell auszutauschen und natürlich die Stadt Graz zu besichtigen. Dieses EU-Seminar bot viele praxisrelevante Anregungen, um das „Soziale Lernen“ in den Schulalltag gewinnbringend zu integrieren.